Ein Klassiker, auf den viele Kreuzungen zurückgehen
Als Eltern gelten eine Sativa aus Brasilien und eine Indica aus Kerala im Süden Indiens; wer die erste Selektion gezogen hat, ist nicht eindeutig belegt. Dutch Passion und Nirvana Seeds bieten ihre Fassung ausdrücklich als die Linie der Neunziger an, Greenhouse Seed Co. führt sie als Stammsorte der eigenen „White Family“. Wie prägend die Sorte war, zeigt der Stammbaum: Black Widow, Crystal Queen, Early Widow und Gypsy Widow stammen von ihr ab.
Feminisiert oder regulär, ausgewogen oder indicabetont
Alle Fassungen hier blühen photoperiodisch, eine Autoflower ist nicht darunter. Den deutlichsten Unterschied macht das Geschlecht: Barneys Farm, Royal Queen Seeds und Seedsman führen White Widow auch als reguläre Samen, aus denen männliche und weibliche Pflanzen wachsen. Das richtet sich an alle, die selbst Phänotypen auslesen, Mutterpflanzen halten oder eigene Kreuzungen planen.
Auch die Genetik ist unterschiedlich gewichtet. Royal Queen Seeds baut auf einer White-Widow-S1-Linie auf und gibt wie Pyramid Seeds ein ausgewogenes Verhältnis von Indica und Sativa an, G13 Labs beschreibt die eigene Fassung als White Widow x White Widow mit 90 % Indica-Anteil. Silent Seeds stellt ihre Fassung als Indica in Reinform vor: kompakt, mit kurzen Internodien und tannenbaumartigem Wuchs um einen dominanten Haupttrieb. Bei der Blütezeit ist die kompakte Selektion von 00 Seeds mit 6 bis 8 Wochen am kürzesten, Barneys Farm nennt 9 bis 11 Wochen, die meisten anderen 8 bis 10. Barneys Farm und Greenhouse Seed Co. geben einen THC-Gehalt über 25 % an, die übrigen Fassungen 16 bis 24 %.
Im Aroma steht bei den meisten Fassungen eine würzige Note vorn, oft begleitet von Kiefer, Erde oder Zitrus. Dutch Passion beschreibt zusätzlich Phänotypen mit Diesel-Note. G13 Labs und Silent Seeds nennen einen frischen, blumigen Duft und einen süßsauren Geschmack, Pyramid Seeds eine harzige Süße. Welche Fassung zu deinem Grow passt, siehst du im Profilvergleich direkt darunter.